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Versicherung Öffentlicher Dienst

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Versicherung Öffentlicher Dienst

Was ist das Besondere an einer Versicherung für den Öffentlichen Dienst?

Viele Versicherungsanbieter haben spezielle Tarife und häufig auch Sonderkonditionen für Angehörige des Öffentlichen Dienstes in ihrem Angebot. Eine einzelne Versicherung Öffentlicher Dienst gibt es hingegen nicht. Grundsätzlich sind beim Öffentlichen Dienst außerdem zwei verschiedene Personengruppen zu unterscheiden:

  1. Beamte
  2. Angestellte und Arbeiter

Diese Unterscheidung ist deshalb besonders wichtig, weil Angestellte und Arbeiter der Sozialversicherungspflicht unterliegen und Beamte nicht. Das spielt vor allem bei der Krankenversicherung eine entscheidende Rolle. Für beide Personengruppen gilt außerdem, dass sie sich gegen bestimmte berufsspezifische Risiken absichern sollten, die für herkömmliche Arbeitnehmer keine entscheidende Rolle spielen. Das gilt zum Beispiel für die Diensthaftpflicht. Eine dritte wichtige Versicherung für den Öffentlichen Dienst ist die Dienstunfähigkeitsversicherung. Sie funktioniert im Grunde genauso wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, ist jedoch auf den besonderen Status der Dienstunfähigkeit zugeschnitten, der sich von der Berufsunfähigkeit unterscheidet.

Die folgenden drei Versicherungen für den Öffentlichen Dienst sind damit besonders wichtig:

  • Private Krankenversicherung (Nur für beihilfeberechtigte Beamte, Beamtenanwärter, Referendare etc.)
  • Diensthaftpflichtversicherung
  • Dienstunfähigkeitsversicherung

Neben diesen speziellen Versicherungen für den Öffentlichen Dienst, die auf bestimmte Risiken der Personengruppe zugeschnitten sind, gewähren viele Versicherungen Angehörigen des Öffentlichen Dienstes Sondertarife bei ihren herkömmlichen Versicherungsprodukten. Angefangen von der Kfz-Haftpflicht über die Privathaftpflicht, bis hin zur Rechtsschutzversicherung. In diesen Fällen besteht jedoch kein Unterschied im Leistungsumfang und der Art der Versicherung zu herkömmlichen Tarifen.

Versicherung Öffentlicher Dienst – Krankenversicherung

Eine spezielle Versicherung Öffentlicher Dienst spielt insbesondere im Bereich der Krankenversicherung eine wichtige Rolle. Nämlich vor allem immer dann, wenn es sich um eine Tätigkeit als Beamter handelt. Im Gegensatz zu anderen Angestellten und Arbeitern des Öffentlichen Dienstes erhalten Beamte von ihrem Dienstherren sogenannte Beihilfen. Sie unterliegen außerdem nicht der Sozialversicherungspflicht. Sozialversicherungspflichtige Angestellte des Öffentlichen Dienstes sind hingegen gesetzlich pflichtversichert. Sie können jedoch in eine private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze regelmäßig übersteigt. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber sogar den Arbeitgeberanteil für die private Krankenversicherung mit.

Von den sogenannten Beihilfe- oder Beamtentarifen privater Krankenversicherungen können hingegen nur beihilfeberechtigte Beamte, Beamtenanwärter, Referendare etc. profitieren. Diese Tarife sind speziell darauf ausgelegt, die Leistungen der Beihilfe aufzustocken. Das ist notwendig, weil die Beihilfe immer nur einen bestimmten Prozentsatz entstehender Krankheitskosten abdeckt. Der Umfang reicht von 50 bis 80 Prozent der Kosten. Die konkrete Höhe richtet sich insbesondere nach:

  • dem Dienstherren (Bund oder Land)
  • dem Familienstatus des Beamten

Mit einer privaten Krankenversicherung für Beamte können diese die entstehende Versorgungslücke gezielt schließen. Weil die private Versicherung für Beamte des Öffentlichen Dienstes auf diese Weise die Risiken immer nur ergänzend und nicht im vollen Umfang absichern muss, fallen auch die Beiträge sehr günstig aus. Ein weiterer Vorteil besteht außerdem darin, dass viele komfortable Privatleistungen in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden können.

Theoretisch könnten sich Beamte auch freiwillig gesetzlich absichern. In diesem Fall:

  • Verlieren sie jedoch ihren Beihilfeanspruch
  • Müssen sie die Beiträge in voller Höhe selber zahlen
  • Erhalten sie im Bedarfsfall nur gesetzliche Standardleistungen

Versicherung Öffentlicher Dienst – Diensthaftpflicht

Ein weiteres wichtiges Angebot aus dem Bereich Versicherung Öffentlicher Dienst ist die Diensthaftpflichtversicherung. Dabei handelt es sich um eine besondere Haftpflichtabsicherung, deren Notwendigkeit sich aus dem Dienstverhältnis im öffentlichen Dienst ergibt. Anders als zum Beispiel herkömmliche Angestellte haften Personen, die im Öffentlichen Dienst tätig sind, nämlich in vollem Umfang für ihre Tätigkeit. Diese Haftpflichtregelung gilt für Beamte gleichermaßen wie für Angestellte und Arbeiter im Öffentlichen Dienst. Verursacht also ein Angestellter des öffentlichen Dienstes einen Schaden, kann er dafür haftbar gemacht werden und kann zum Schadensersatz verpflichtet werden. Verletzt ein Lehrer seine Aufsichtspflicht und ein Schüler kommt zu Schaden, kann der Lehrer also für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden. Das gleiche gilt, wenn ein Beamter im Finanzbereich eine Fehlentscheidung trifft und damit einen hohen finanziellen Schaden verursacht.

Weil der Schadensersatz bei Haftungsansprüchen einen großen Umfang erreichen kann, zählt eine Diensthaftpflicht zu den absolut notwendigen Versicherungen für den Öffentlichen Dienst. Sie schützt die Versicherten gezielt vor Schadensersatzansprüchen aus:

  • Personenschäden
  • Vermögensschäden
  • Sachschäden

Die Deckungssummen für die jeweiligen Bereiche können je nach Tarif variieren. Hier gilt aber ganz klar das Prinzip: Lieber zu viel als zu wenig. Übersteigt die Schadenssumme nämlich die Deckungssumme, muss der Versicherte für den Betrag oberhalb der Deckungssumme selber aufkommen. Je nach Tätigkeit sollten die unterschiedlichen Deckungssummen in der Diensthaftpflichtversicherung für den Öffentlichen Dienst gezielt angepasst werden.

Ein weiterer Vorteil der Diensthaftpflichtversicherung für den Öffentlichen Dienst besteht in dem passiven Rechtsschutz, der sich aus dem Versicherungsschutz ergibt. Eine Diensthaftpflichtversicherung für den Öffentlichen Dienst prüft nämlich Schadensersatzansprüche grundsätzlich auf ihre Berechtigung. Im Zweifelsfall auch vor Gericht. Auf diese Weise prüft sie, ob Schadensersatzansprüche:

  1. Berechtigt sind
  2. Angemessen sind

Versicherung Öffentlicher Dienst – Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist eine weitere wichtige spezielle Versicherung für den Öffentlichen Dienst. Sie sichert den Versicherten gegen Dienstunfähigkeit ab. Dieser Schutz kann mitunter auch in einer Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten sein. Das ist aber nicht immer automatisch gegeben. Soll die Dienstunfähigkeit über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden, sollte darauf geachtet werden, dass sie explizit im Vertrag enthalten ist. Bei Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit handelt es sich nämlich um zwei unterschiedliche Sachverhalte.

Die Bestätigung der Berufsunfähigkeit durch einen Arzt ist in der Regel die Voraussetzung dafür, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung die gewünschten Leistungen erbringt. Eine solche Bescheinigung wird in der Regel ab einer Berufsunfähigkeit von 50 % erstellt.

Anders als die Berufsunfähigkeit wird die Dienstunfähigkeit vom Dienstherren festgestellt. Dabei gelten jedoch andere Kriterien. Sie sind enger gefasst als die Kriterien für eine Berufsunfähigkeit. Das hat zur Folge, dass eine Dienstunfähigkeit bereits vor der Berufsunfähigkeit eintreten kann. Weil damit aber die Bedingungen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht immer automatisch erfüllt sind, erbringt eine Berufsunfähigkeitsversicherung in diesem Fall auch keine Leistungen. Den notwendigen Schutz bietet für diesen Fall eine Dienstunfähigkeitsversicherung für den Öffentlichen Dienst. Sie sichert den Fall der Dienstunfähigkeit gezielt ab und bewahrt den Versicherten vor massiven Nachteilen.

Wird nämlich Dienstunfähigkeit attestiert, wird der Betroffene je nach Status (Beamter, Beamtenanwärter, Angestellter, usw.):

  • In den vorzeitigen Ruhestand versetzt und erhält nur ein reduziertes Ruhegehalt
  • Entlassen

Auch wenn im Falle des vorzeitigen Ruhestandes eine grundsätzliche finanzielle Absicherung durch das Ruhegehalt gegeben ist, ist dies immer mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden, die zu einer massiven Einschränkung des gewohnten Lebensstandards führen können. Mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung für den Öffentlichen Dienst können sich die Betroffenen für den Fall der Dienstunfähigkeit gezielt absichern und für den Fall der Fälle vorsorgen.