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Riester Rente für Beamte

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Riester Rente für Beamte

Gibt es überhaupt eine Riester Rente für Beamte?

Bei der Riester Rente handelt es sich um eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Sie stellt als eine besondere Form der privaten Rentenversicherung eine der drei Säulen der Altersvorsorge dar. Zu diesen drei Säulen zählen:

  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Private Rentenversicherung
  • Betriebliche Altersvorsorge

Dieses Model gilt allerdings insbesondere für alle Arbeitnehmer und auch bestimmte Selbstständige, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen. An diese Zielgruppe richtet sich auch die Riester Rente in erster Linie, deren Angehörige damit direkt zulagenberechtigt sind. Das heißt, dass alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständige einen Riester-Renten-Vertrag abschließen können und dann Zulagen vom Staat erhalten.

Dank einer gesetzlichen Regelungen können auch Beamte von der Riester Rente profitieren. Obwohl sie nicht sozialversicherungspflichtig sind, sind sie per Gesetz berechtigt, Zulagen zu erhalten. Daher ist eine Riester Rente für Beamte ebenfalls möglich.

Die staatlichen Zulagen zu einer Riester Rente für Beamte entsprechen den Zulagen für alle anderen Riester-Sparer. Das bedeutet:

  • Der Versicherungsnehmer erhält einen Zuschuss von 154 Euro
  • Für jedes kindergeldberechtigte Kind, das vor 2008 geboren wurde, zahlt der Staat zusätzlich 185 Euro
  • Für kindergeldberechtigte Kinder, die ab dem 01. Januar 2008 geboren wurden, erhalten Zulagenberechtigte sogar 300 Euro

Was ist bei der Riester Rente für Beamte zu beachten?

Voraussetzungen dafür, dass die Zulagen zur Riester Rente für Beamte gezahlt werden, sind:

  • Abschluss eines förderfähigen Vertrages zum Beispiel bei einer Bank oder einer Versicherung
  • Einzahlung von mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vorsorgevertrag
  • Zahlung des Sockelbetrages von 60 Euro

Für Beamte gilt bei der Riester Rente außerdem noch eine Sonderbedingung. Weil sie nicht sozialversicherungspflichtig sind, haben sie auch keine Sozialversicherungsnummer, die jedoch normalerweise benötigt wird, um die Zulagen erhalten zu können. Stattdessen müssen Beamte für die Riester Rente eine sogenannte Zulagennummer bei ihrer Besoldungsstelle beantragen.

Zusätzlich müssen Beamte für die Riester Rente außerdem eine schriftliche Einwilligung zur Datenübermittlung und Datenverwendung bei der zuständigen Besoldungsstelle abgeben, damit die notwendigen Einkommensangaben übermittelt werden können. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, werden keine Zulagen für die Riester Rente für Beamte gezahlt.

Weshalb ist eine Riester Rente für Beamte sinnvoll?

Im Vergleich zu vielen anderen Personengruppen gelten Beamte als besonders gut abgesichert. Diese Einschätzung ist natürlich sehr relativ, weshalb eine Riester Rente für Beamte durchaus sehr sinnvoll ist. Die Höhe der Pensionsansprüche im Ruhestand richtet sich nämlich prozentual nach der zuletzt gültigen Besoldungsstufe. Die endgültige Höhe des Prozentsatzes ist dabei abhängig von der Dienstzeit, die in Vollzeit geleistet wurde. Für jedes Dienstjahr steigt der Prozentsatz beginnend bei 0 Prozent um knapp 1,8 Prozent an. Auf diese Weise kann ein Beamter in Vollzeit nach 40 Dienstjahren einen maximalen Prozentsatz von 71,75 Prozent erreichen.

Faktoren, die diesen Prozentsatz reduzieren können, sind:

  • Vorzeitiger Eintritt in den Ruhestand
  • Dienstunfähigkeit nach einem Dienstunfall
  • Dienst in Teilzeit
  • Langanhaltende Beurlaubung

Auch wenn bis zum Eintritt in den Ruhestand der maximale Pensionsanspruch von 71,75 Prozent erreicht wurde, bedeutet diese immer eine Reduzierung des zuletzt bezogenen Soldes. Dadurch kann es zu:

  • Einer Einschränkungen des persönlichen Lebensstils kommen.
  • Einem Verlust der Lebensqualität kommen.

Diesen beiden Umständen kann mit einer Riester Rente für Beamte vorgebeugt werden. Neben diesen individuellen Faktoren kommt aber auch ein weiterer Umstand hinzu, der eine Riester Rente für Beamte durchaus sinnvoll werden lässt. Bis vor einigen Jahren lag der maximale Pensionsanspruch nicht bei 71,75 Prozent, sondern bei 75 Prozent. 2001 wurde also eine schrittweise Kürzung auf den heute gültigen Höchstversorgungssatz beschlossen. Diese Kürzung betraf auch Beamte, die bereits im Ruhestand waren.

Hinzu kommt, dass in der Zeit von 2011 bis 2017 Besoldungsanpassungen zugunsten einer Versorgungsrücklage geringer ausfallen als bis dahin üblich. Damit reduzieren sich auch die von der Besoldungshöhe abhängigen Pensionsansprüche.

Mit einer zusätzlichen Altersvorsorge durch eine Riester Rente für Beamte können diese insbesondere:

  • Bestehende Versorgungslücken schließen
  • Ihren gewohnten Lebensstandard in gleicher Form beibehalten
  • Sich vor künftigen Versorgungseinschnitten absichern

Dank der staatlichen Förderung ermöglicht die Riester Rente für Beamte damit eine vergleichsweise günstige Form der zusätzlichen Absicherung.

Welche Form der Riester Rente ist für Beamte geeignet?

Bei der Riester Rente für Beamte kommen grundsätzlich verschiedene Formen der Altersvorsorge in Betracht. Zulagenfähige Formen sind:

  • Banksparpläne
  • Fondssparpläne
  • Private Rentenversicherung
  • Fondsgebundene Rentenversicherung

Jede dieser Formen hat ihre individuellen Vor- und Nachteile und eignet sich daher nicht in jedem Fall für jeden Sparer. Große Unterschiede bestehen insbesondere bei der Höhe der möglichen Renditen und den Risiken, wobei wie bei allen Finanz- und Anlageprodukten auch hier in der Regel ein direkter Zusammenhang besteht. In vielen Fällen eignen sich renditestarke gleichzeitig aber riskantere Formen der Riester Rente für Beamte, wie zum Beispiel ein Fondssparplan hauptsächlich für langfristige Verträge. Das heißt für junge Sparer. Bei ihnen können vorübergehende Kurssenkungen im Laufe der Zeit durch Kurssteigerungen besser wieder ausgeglichen werden.

Durch eine Änderung des Eigenheimrentengesetzes ist inzwischen auch der Erwerb von selbstgenutzten Immobilien eine weitere zulagenfähige Form der Riester Rente für Beamte. Diese Form der Riester Rente, die für Beamte ebenfalls sehr interessant sein kann, ist auch unter dem Begriff Wohnriestern bekannt.

Welche der verschiedenen Formen einer Riester Rente für Beamte besonders geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen, da zu viele persönliche Faktoren entscheidend sind.

Kann eine Riester Rente für Beamte gekündigt oder gewechselt werden?

Sowohl der Wechsel einer Riester Rente für Beamte als auch die Kündigung sind grundsätzlich möglich. Eine Kündigung sollte aber möglichst unter allen Umständen vermieden werden. Wird ein bestehender Vertrag nämlich gekündigt, müssen auch alle bereits erhaltenen Zulagen zurückgezahlt werden. Dadurch reduziert sich die auszahlbare Summe auf den vergleichsweise geringen selber eingezahlten Eigenanteil.

Wer in einen finanziellen Engpass gerät, sollte stattdessen besser seinen Vertrag auf „ruhend“ setzen. Das bedeutet, dass vorläufig keine weiteren Beiträge eingezahlt werden. Während dieser Phase werden dann allerdings auch keine Zulagen gezahlt. Sobald sich die finanzielle Situation wieder verbessert hat, können die Beiträge wie gehabt weitergezahlt werden und auch die Zulagen werden dann wieder gezahlt.

Mit weniger Nachteilen als eine Kündigung ist der Wechsel einer Riester Rente für Beamte verbunden. Er ist im Grunde ohne weitere Probleme möglich. Allerdings werden bei einem Wechsel bei nahezu allen Anbietern recht hohe Gebühren fällig. Auch ein Wechsel sollte daher immer gut überlegt sein und keineswegs vorschnell durchgeführt werden. Auch hier stellt das Ruhenlassen eines Vertrags mitunter eine gute Alternative dar.