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Dienstunfähigkeitsversicherung

Sonderstatus Dienstunfähigkeit

Wie allen anderen Menschen kann es auch Beamten geschehen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen eines Tages nicht mehr in der Lage sind, ihre bisherige Beamtentätigkeit auszuüben. Sei es, weil sie körperlich oder psychisch schwer erkranken oder weil sie einen Unfall erleiden. Sie gelten dann als dienstunfähig. Die genauen Kriterien, wann eine Dienstunfähigkeit vorliegt, sind in § 44 des Bundesbeamtengesetzes geregelt. Dienstunfähigkeit muss immer von einem Amtsarzt attestiert werden.

Wird die Dienstunfähigkeit bestätigt, kann dies je nach persönlichem Beamtenstatus unterschiedliche Konsequenzen haben:

  • Beamtenanwärter, Beamte auf Probe oder Widerruf werden aus dem Dienst entlassen
  • Beamte werden in den vorzeitigen Ruhestand versetzt

In beiden Fällen geht die Dienstunfähigkeit mit starken finanziellen Einbußen einher. Besonders hart betroffen sind die Beamtenanwärter oder Beamte auf Probe. Sie haben noch keine Pensionsansprüche erworben. Sie werden in diesem Fall in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, müssen aber eine Wartezeit von insgesamt 60 Monaten abwarten, bevor sie Ansprüche geltend machen können.

Etwas besser sind Beamte gestellt, die wegen Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand entlassen werden. Sie haben immerhin Pensionsansprüche erworben und erhalten eine Pension. Weil sich aber die Altersversorgung bei Beamten an der Dienstzeit bemisst, fallen die Bezüge gerade bei jungen Menschen bei einem vorzeitigen Ruhestand extrem gering aus.

Auch wenn Beamtenanwärter und Beamte auf Widerruf im Falle einer Dienstunfähigkeit besonders hart getroffen werden, stellt sie immer eine hohe finanzielle Belastung für die Betroffenen dar. Einen effektiven Schutz gegen die finanziellen Verluste durch eine Dienstunfähigkeit bietet eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Sie sichert Beamte, Beamtenanwärter oder Beamte auf Widerruf finanziell ab. Mit der Dienstunfähigkeitsversicherung lassen sich die Einkommenseinbußen kompensieren und der bisherige Lebensstandard kann in gewohnter Weise fortgesetzt werden.

Unterschiede einer Dienstunfähigkeitsversicherung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie am Funktionsprinzip der Dienstunfähigkeitsversicherung bereits deutlich wird, handelt es sich im Grunde um eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sichert den Versicherten gegen finanzielle Verluste ab, wenn er seiner bisherigen Erwerbstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen kann. Dienstunfähigkeitsversicherungen werden daher auch oft als Berufsunfähigkeitsversicherungen mit einer speziellen Beamten- oder Dienstunfähigkeitsklausel angeboten. Diese Klausel ist der entscheidende Faktor. Denn Dienstunfähigkeit ist nicht gleich Berufsunfähigkeit. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeit, wird die Dienstunfähigkeit:

  • von einem Amtsarzt diagnostiziert, wenn
  • bestimmte, gesetzlich genau festgelegte Kriterien erfüllt werden.

Diese Kriterien sind enger gefasst als Kriterien für eine Berufsunfähigkeit. Das wiederum bedeutet, dass eine Dienstunfähigkeit eintreten kann, ohne dass die Kriterien für eine Berufsunfähigkeit automatisch auch erfüllt sind. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung berücksichtigt genau diesen Umstand. Sie leistet auch dann, wenn eine Berufsunfähigkeit noch nicht vorliegt, der Beamtendienst aber nicht mehr ausgeführt werden kann oder darf. Eine herkömmliche Berufsunfähigkeitsversicherung bietet diesen besonderen Schutz nicht. Je nach Ausgestaltung der Beamten- oder Dienstunfähigkeitsklausel kann aber auch der Versicherungsschutz verschiedener Dienstunfähigkeitsversicherungen je nach Anbieter oder Tarif sehr unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich müssen bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung unterschieden werden:

  • echte Dienstunfähigkeitsklausel
  • unechte Dienstunfähigkeitsklausel

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit unechter Dienstunfähigkeitsklausel leistet grundsätzlich nur dann, wenn der Versicherte in den vorzeitigen Ruhestand geschickt wird. Sie leistet hingegen nicht, wenn der Versicherte ganz aus dem Dienst entlassen wird. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit unechter Dienstunfähigkeitsklausel bietet also keinen ausreichenden Schutz für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe. Diese Personengruppe benötigt eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel, die auch Leistungen bei einer Entlassung sicherstellt.

Worauf beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung zu achten ist

Wer auf der Suche nach einer geeigneten Dienstunfähigkeitsversicherung ist, hat nicht selten die Qual der Wahl. Das Angebot ist groß und die zahlreichen Tarife unterscheiden sich mal stärker und manchmal auch nur wenig voneinander. Um ein Angebot zu finden, das tatsächlich zu den eigenen Bedürfnissen passt und somit den optimalen Schutz bietet, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen auch tatsächlich zu kennen. Konkret bedeutet das, dass bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung immer die folgenden Faktoren eine wichtige Rolle spielen und daher berücksichtigt werden sollten:

  • Dienststatus (Beamter oder (noch) nicht?)
  • Pensionsansprüche
  • Höhe des aktuellen Einkommens
  • Familiensituation und finanzielle Verpflichtungen
  • Besondere Risiken

All diese Punkte spielen eine wichtige Rolle, weil eine Dienstunfähigkeitsversicherung darauf abgestimmt sein sollte. Wer eine Familie zu versorgen und den Kredit für ein Eigenheim zurückzuzahlen hat, sollte sicherstellen, dass er im Versicherungsfall seinen finanziellen Verpflichtungen mithilfe der Dienstunfähigkeitsversicherung auch tatsächlich nachkommen kann. Genauso müssen die Leistungen der Dienstunfähigkeitsversicherung auch an die übrigen Punkte angepasst sein. Wichtig ist vor allem, dass die Dienstunfähigkeitsklausel an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst ist. Zu unterscheiden sind die :

  • echte und die
  • unechte Dienstunfähigkeitsklausel.

Die echte DU-Klausel leistet auch im Falle einer Entlassung zum Beispiel von Beamtenanwärtern.

Weitere wichtige Punkte, die bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung vor dem Abschluss genau geprüft werden sollten, sind unter anderem:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisungen – ein Verweis des Versicherten im Leistungsfall auf einen anderen Beruf ist nicht möglich
  • Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung – der Versicherte kann unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. bei Hochzeit oder Hausbau, den Vertrag an die veränderten Gegebenheiten anpassen
  • Beitragsbefreiung im Leistungsfall – tritt der Leistungsfall ein, muss der Versicherte keine weiteren Beiträge mehr zahlen
  • Leistungen bei Teildienstunfähigkeit – Werden Leistungen auch im Falle einer Teildienstunfähigkeit erbracht?

Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Gesundheitsprüfung. Darunter versteht man eine Prüfung des Gesundheitszustandes des Versicherungsnehmers vor Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung. Dabei handelt es sich in der Regel um einen sehr umfangreichen Fragenkatalog zum Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Die Versicherung möchte damit ausschließen, dass sie ein erhöhtes Risiko eingeht, weil der Versicherungsnehmer bestimmte Vorerkrankungen hat. Je nach Prüfungsergebnis, kann die Versicherung Risikozuschläge wegen eventueller Vorerkrankungen erheben, Leistungen in bestimmten Fällen ausschließen oder auch die Aufnahme des Versicherungsnehmers verweigern.

Eine Gesundheitsprüfung sollte in jedem Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Andernfalls kann es dazu kommen, dass die Versicherungen im Bedarfsfall Leistungen verweigert oder auch zurückfordert, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass entscheidende Angaben falsch gemacht oder verschwiegen wurden.

Kündigung, Wechsel oder Anpassung einer Dienstunfähigkeitsversicherung

Wie die meisten Versicherungen lassen sich auch Dienstunfähigkeitsversicherungen zu einem späteren Zeitpunkt unter Einhaltung von Kündigungsfristen, Mindestlaufzeiten und ähnlichen Vertragsbedingungen kündigen. Welche Konditionen für eine Kündigung im Einzelfall gelten, wird im Vertrag selber genau festgehalten.

Ein Wechsel einer Dienstunfähigkeitsversicherung ist meistens nur möglich, indem ein bestehender Vertrag gekündigt und ein neuer abgeschlossen wird. Dies kann unter Umständen jedoch einige Nachteile mit sich bringen. Zum Beispiel, wenn seit dem Abschluss der bestehenden Dienstunfähigkeitsversicherung neue gesundheitliche Risiken aufgetreten sind, die zu Leistungsausschlüssen oder Risikozuschlägen führen können.

Sinnvoller als ein Wechsel können häufig Anpassungen eines bestehenden Vertrages sein. Viele Versicherungen bieten für bestimmte Situationen Anpassungsmöglichkeiten ohne erneute Gesundheitsprüfung an. Zum Beispiel bei:

  • Hochzeit
  • Geburten von Kindern
  • Hausbau oder -kauf

Weitere Anpassungsmöglichkeiten und deren Bedingungen können im Vertrag festgelegt sein.