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Diensthaftpflichtversicherung

Was ist eine Diensthaftpflichtversicherung?

Bei der Diensthaftpflichtversicherung handelt es sich um eine besondere Form der Haftpflichtversicherung. Sie richtet sich speziell an Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes und ist auf die Besonderheiten zugeschnitten, die mit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst verbunden sind. Ein entscheidender Unterschied einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst gegenüber einem herkömmlichen Beschäftigungsverhältnis besteht nämlich in der Haftpflicht. Anders als herkömmliche Angestellte können Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst von ihrem Dienstherren oder geschädigten Dritten für Fehler oder Schäden in Regress genommen werden, die sie verursacht haben.

Das gilt sowohl für Schäden, die dem Dienstherrn

  • unmittelbar entstehen, etwa durch Beschädigung von Sachen am Arbeitsplatz
  • mittelbar entstehen, zum Beispiel auf Grund von Schäden, die ein Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst gegenüber Dritten verursacht

Gegen jede Art von Haftungsansprüchen können sich Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes mit einer Diensthaftpflichtversicherung gezielt und effektiv absichern.

Beispiele für eine unmittelbare Schädigung des Dienstherren sind etwa:

  • Verlust oder Schäden an einem Dienst-Computer oder -Laptop
  • Verlust eines Schlüssels
  • Schäden an einem Dienstwagen
  • Schäden/Verlust an Uniformen
  • etc.

Mittelbare Schädigungen können zum Beispiel entstehen, wenn dem Beamten oder Angestellten im öffentlichen Dienst in seiner Tätigkeit ein Fehler unterläuft, wodurch Dritte geschädigt werden. Klassische Beispiele sind hierbei etwa:

  • Ein Personenschaden durch Verletzung der Aufsichtspflicht, für den die Geschädigten gegenüber dem Dienstherren Haftungsansprüche stellen. Dieser kann dann wiederum für den Schaden die verantwortliche Person in Regress nehmen.
  • Ein Angestellter einer Finanzbehörde verursacht durch einen Verfahrensfehler einen größeren Sachschaden. Der Geschädigte kann in diesem Fall ebenfalls den Verursacher oder den Dienstherren in Haftung nehmen und dieser wieder die Regressansprüche beim verantwortlichen Angestellten geltend machen.

 

In beiden genannten Beispielen und auch in vielen weiteren denkbaren Fällen, kann sich der Betroffene mit einer passenden Diensthaftpflichtversicherung vor den Schadensansprüchen seines Dienstherren oder Dritter absichern.

Wer benötigt eine Diensthaftpflichtversicherung?

Für eine Diensthaftpflichtversicherung besteht grundsätzlich keine Versicherungspflicht. Sie sollte aber in jedem Fall von allen Personen abgeschlossen werden, die gemäß § 839 BGB für ihre Tätigkeit im Amt haftbar gemacht werden können. Das können insbesondere sein:

  • Beamte
  • Angestellte im öffentlichen Dienst
  • Arbeiter im öffentlichen Dienst

Konkrete Beispiele sind etwa:

  • Erzieher und Lehrer
  • Verwaltungsangestellte
  • Bundeswehrangehörige
  • Beamte bei Polizei, Zoll oder Bundespolizei
  • Krankenpfleger oder -schwestern
  • Richter
  • Leiter einer Behörde
  • u.v.m.

Besonders wichtig ist eine Diensthaftpflichtversicherung für Angestellte des öffentlichen Dienstes. Im Gegensatz zu verbeamteten Kollegen können sie bereits bei mittlerer Fahrlässigkeit vom Dienstherren für einen verursachten Schaden belangt werden. Beamte erst ab grober Fahrlässigkeit.

Eine Diensthaftpflichtversicherung sollten die genannten Personengruppen aber in jedem Fall vor allem deshalb abschließen, weil Schadenersatzansprüche in einem Schadensfall schnell unbezahlbare Dimensionen erreichen können. Das gilt insbesondere für Personen- oder Vermögensschäden. Gerade in diesen Bereichen können Schadenssummen entstehen, die realistisch betrachtet von den Betroffenen nicht aufgebracht werden können. Ein Schadensfall ohne Diensthaftpflichtversicherung kann daher unter Umständen den vollständigen Ruin des Betroffenen bedeuten.

Ein weiterer großer Vorteil einer Diensthaftpflichtversicherung besteht darin, dass sie im Schadensfall prüft, ob Ansprüche:

  • berechtigt, und wenn ja
  • angemessen hoch sind.

Bei dieser Prüfung der Ansprüche übernimmt die Diensthaftpflichtversicherung sogar eventuell notwendige Gerichtskosten, die im Zusammenhang mit der Klärung des Sachverhaltes entstehen können.

Was ist beim Abschluss einer Diensthaftpflichtversicherung zu beachten?

Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, die sich mit einer Diensthaftpflichtversicherung für Schadensersatzansprüchen absichern möchten, sollten in jedem Fall einige Punkte berücksichtigen.

Wichtige Punkte sind insbesondere:

  • Absicherung der ausgeübten Tätigkeit
  • Höhe der Deckungs- oder Versicherungssummen
  • Absicherung spezifischer Risiken

Insbesondere die Höhe der Deckungssummen für eine Diensthaftpflichtversicherung sollte besonders berücksichtigt werden. In diesem Punkt gilt grundsätzlich die Devise: Im Zweifelsfall lieber mehr als zuwenig. Aus diesem Grund bieten die meisten Diensthaftpflichtversicherungen von vornherein Deckungssummen bis zu 50 Millionen Euro für:

  • Sachschäden,
  • Personenschäden,
  • Vermögensschäden

an. Die Deckungssumme für eine Diensthaftpflichtversicherung sollte deshalb besonders hoch sein, weil sie das Maximum darstellt, das die Versicherung im Schadensfall übernimmt. Übersteigt ein Schaden die Deckungssumme muss der Versicherte die nicht gedeckte Differenz selber tragen. Mit einer hohen Deckungssumme bietet eine Diensthaftpflichtversicherung den größtmöglichen Schutz.

Wichtig ist auch, dass die Diensthaftpflichtversicherung die ausgeübte Tätigkeit auch tatsächlich absichert. Dieser Punkt ist deshalb besonders wichtig, weil nicht alle Diensthaftpflichtversicherungen auch tatsächliche alle Berufsgruppen und Tätigkeiten einschließen.

Wie lässt sich eine Diensthaftpflichtversicherung anpassen oder erweitern?

Viele Diensthaftpflichtversicherungen bieten bestimmte Zusatz- oder Erweiterungsmöglichkeiten für verschiedene Situationen. Beispiele sind:

  • Einschluss einer Privat- in die Diensthaftpflichtversicherung
  • Verlust von Schlüsseln
  • Schäden an Dienstfahrzeuge bei Nutzung im Dienst
  • Verlust von Dienstwaffen, Uniformen etc.

Welche dieser Leistungen bereits in einem Tarif einer Diensthaftpflichtversicherung enthalten sind und welche als zusätzliche Leistung eingeschlossen werden können, hängt vom jeweiligen Versicherungsanbieter und dessen Tarifen ab. Grundsätzlich stellen diese Erweiterungsmöglichkeiten in den meisten Fällen äußerst sinnvolle Optionen dar, mit denen sich die Diensthaftpflichtversicherung im Bedarfsfall gut erweitern lässt. Welche der Optionen auch wirklich notwendig sind, hängt natürlich von der Art der Tätigkeit und den damit verbunden Risiken zusammen.

Eine geeignete Diensthaftpflichtversicherung finden

Um eine geeignete Diensthaftpflichtversicherung zu ermitteln, sind grundsätzlich drei verschiedene Schritte notwendig:

  1. Die persönlichen Bedürfnissen und individuellen Risiken genau ermitteln
  2. Prüfen, welche Angebote und Tarife für eine Diensthaftpflichtversicherung zu den individuellen Anforderungen passen
  3. Vergleich der passenden Angebote in Bezug auf Beiträge, mögliche Zusatzoptionen oder Serviceleistungen etc.

Wer diese Schritte bei der Suche nach einer Diensthaftpflichtversicherung in der genannten Reihenfolge berücksichtigt, findet in der Regel ein Angebot, das ihm den passenden Versicherungsschutz bietet. Allerdings kann sich die Suche nach geeigneten Angeboten als sehr aufwendig erweisen, wenn sie von Hand durchgeführt wird.

Deutlich einfacher geht die Suche nach einer Diensthaftpflichtversicherung von statten, wenn ein Vergleichsrechner eingesetzt wird. Der Vorteil besteht darin, dass lediglich einmal ein persönliches Anforderungsprofil angelegt werden muss. Anschließend ermittelt der Rechner alle Angebote für eine Diensthaftpflichtversicherung, die zu diesem Profil passen. Im letzten Schritt kann aus den ermittelten Angeboten das herausgesucht werden, das die besten Konditionen, Sonderleistungen etc. einschließt oder das einfach am günstigsten ist.

Wer sich nicht sicher ist, welche Kriterien er bei der Suche nach einer Diensthaftpflichtversicherung berücksichtigen sollte, oder welches Angebot wirklich zu seinen individuellen Bedürfnissen passt, sollte sich in jedem Fall unabhängig beraten lassen. Zum Beispiel in einer kostenlosen Beratung von unseren unabhängigen Experten. Sie beantworten ihre Fragen und helfen kompetent und zuverlässig bei der Suche nach einer geeigneten Diensthaftpflichtversicherung.