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Amtshaftpflichtversicherung

Was ist eine Amtshaftpflichtversicherung?

Die Amtshaftpflichtversicherung richtet sich als eine besondere Form der Haftpflichtversicherung speziell an Beamte, Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst. Deren Tätigkeit ist nämlich mit einem besonderen Risiko verbunden, das für die allermeisten angestellten Arbeitnehmer in dieser Form nicht existiert: Wer im öffentlichen Dienst als Beamter oder Angestellter tätig ist, kann für sein Handeln gemäß § 839 BGB haftbar gemacht werden. Auf diese Besonderheit und die damit verbundenen Risiken für die Betroffenen ist eine Amtshaftpflichtversicherung speziell zugeschnitten. Sie hält Versicherte im Falle eines Schadensfalles von den finanziellen Folgen frei.

Das gilt sowohl für Schäden, die der Versicherte seinem Dienstherren gegenüber direkt verursacht und für die der Dienstherr den Beamten oder Angestellten des öffentlichen Dienstes in Haftung nimmt. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Schäden am Arbeits-PC
  • Verlust eines Dienst-Laptops
  • Verlust eines Dienstschlüssels
  • Schäden an Dienstfahrzeugen
  • Verlust oder Schäden an Dienstwaffen oder Uniformen
  • etc.

Neben diesen Schäden, für die der Dienstherr Schadensersatz fordern kann, schützt eine Amtshaftpflichtversicherung Versicherte aber auch vor Schadensersatzforderungen Dritter. Die können zum Beispiel entstehen, wenn ein Beamter oder Angestellter des öffentlichen Dienstes einer Person durch sein Handeln im Amt schädigt. Häufige Fälle sind zum Beispiel:

  • Personenschäden bei Verletzung der Aufsichtspflicht
  • Vermögensschäden durch fehlerhafte Entscheidungen oder Bearbeitung von Unterlagen
  • Sachschäden innerhalb eines Diensteinsatzes

Egal, um welche Form eines Schadens es sich handelt, mit einer Amtshaftpflichtversicherung können sich Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gezielt vor den Haftungsansprüchen von Dienstherren oder geschädigten Dritten effektiv absichern.

Wer benötigt eine Amtshaftpflichtversicherung?

Wie bereits beschrieben, richtet sich eine Amtshaftpflichtversicherung an Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes. Ihnen ist gemeinsam, dass sie für ihr Handeln im Dienst haftbar gemacht werden können. Um sich vor den Konsequenzen, die daraus entstehen abzusichern, sollten die Betroffenen Personen eine Amtshaftpflichtversicherung im eigenen Interesse abschließen. Eine Verpflichtung zum Abschluss einer Amtshaftpflichtversicherung gibt es bislang nicht. Empfehlenswert ist eine Amtshaftpflichtversicherung aber insbesondere für:

  • Lehrer und Erzieher
  • Beamte bei Feuerwehr, Polizei, Bundesgrenzschutz oder Zoll
  • Richter
  • Leiter von Behörden
  • Verwaltungsfachangestellte
  • Krankenschwestern und -pfleger
  • Angehörige der Bundeswehr
  • etc.

Noch etwas dringender als Beamten ist eine Amtshaftpflichtversicherung Angestellten des öffentlichen Dienstes zu empfehlen. Das hat einen einfachen Grund. Sie können bereits für ihr Handeln belangt werden, wenn mittlere Fahrlässigkeit vorliegt. Beamte können hingegen erst bei grober Fahrlässigkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Grundsätzlich gilt aber für beide Gruppen, dass eine Amtshaftpflichtversicherung äußerst sinnvoll ist. Im Falle eines Schadens, kann es nämlich schnell zu erheblichen Schadenersatzansprüchen kommen. Das gilt insbesondere bei jeglichen Personen- und Vermögensschäden. Weil Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes persönlich für ihre Fehler finanziell haften müssen, kann dies lebenslange Konsequenzen haben, wenn kein angemessener Versicherungsschutz durch eine Amtshaftpflichtversicherung gegeben ist.

Ein großer zusätzlicher Vorteil einer Amtshaftpflichtversicherung besteht auch darin, dass sie grundsätzlich erst einmal prüft, ob Schadensersatzansprüche überhaupt gerechtfertigt sind und ob die Höhe angemessen ist. Kommt es bei der Klärung dieser Fragen zu einem Rechtsstreit, trägt die Versicherung auch die dabei entstehenden Gerichtskosten.

Was ist beim Abschluss einer Amtshaftpflichtversicherung zu beachten?

Wie für die meisten Versicherungen gilt auch für eine Amtshaftpflichtversicherung, dass sie nur dann optimalen Schutz bietet, wenn sie exakt auf die Bedürfnisse und Risiken des Versicherungsnehmers angepasst ist. Vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages sollten daher einige Punkte beachtet und geprüft werden, um im Schadensfall auch wirklich den gewünschten Schutz zu erhalten. Dazu sollten vor allem die folgenden Punkte genau geprüft werden:

  • Ist die ausgeübte Tätigkeit auch wirklich abgesichert?
  • Sind die Deckungs- oder Versicherungssummen angemessen hoch und entsprechen sie den tatsächlichen Risiken?
  • Ist die ausgeübte Tätigkeit mit besonderen Risiken verbunden und werden diese durch die Versicherung abgedeckt?

Sowohl die Tätigkeit als auch spezielle, damit verbundene Risiken sollten durch eine Amtshaftpflichtversicherung abgesichert werden. Dieser Punkt ist deshalb besonders wichtig, weil viele Versicherungsanbieter bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten vom Versicherungsschutz ausnehmen. Sind mit einer Tätigkeit besondere Risiken verbunden, sollten diese ebenfalls im Versicherungsschutz enthalten sein oder sollten durch entsprechende Zusatzoptionen ergänzt werden können.

Der zweite besonders wichtige Punkt, der beim Abschluss einer Amtshaftpflichtversicherung berücksichtigt werden sollte, sind die Deckungssummen. Deckungssummen werden für drei verschiedene Schadensarten im Versicherungsvertrag festgelegt:

  1. Personenschäden
  2. Vermögensschäden
  3. Sachschäden

Je nach Angebot sind mitunter nur Personen- und Sachschäden im Versicherungsschutz enthalten. Für viele Versicherungsnehmer reicht dies aus. Häufig können Vermögensschäden zusätzlich eingeschlossen werden. Wichtig ist bei den Deckungssummen auch, dass die Höhe angemessen ist. Bei den meisten Anbietern beträgt sie acht bis fünfzehn Millionen Euro pauschal für alle Schadensarten. Einige Versicherungen bieten sogar Deckungssummen von bis zu 50 Millionen Euro an. Bei einigen Anbietern können die Deckungssummen für die unterschiedlichen Schadensarten verschieden hoch ausfallen. Grundsätzlich gilt, dass Deckungssummen lieber zu hoch als zu niedrig angesetzt werden sollten. Übersteigt ein Schaden nämlich die Deckungssumme, muss die ungedeckte Differenz vom Versicherungsnehmer getragen werden.

Wie lässt sich eine Amtshaftpflichtversicherung anpassen oder erweitern?

Bei den meisten Angeboten für Amtshaftpflichtversicherungen lässt sich der Versicherungsschutz um zusätzliche Optionen erweitern. In einigen Fällen kann dies notwendig sein, um den gewünschten Versicherungsschutz sicherzustellen. In anderen Fällen kann es sich um interessante Zusatzoptionen handeln. Beispiele sind:

  • Kombination der Privat- mit der Amtshaftpflichtversicherung in einem Tarif
  • Einschluss von Ehe- oder Lebenspartnern, die ebenfalls im öffentlichen Dienst als Angestellte oder Beamte tätig sind
  • Schadensersatz bei Verlust eines Dienstschlüssels
  • Schäden am Dienstfahrzeug
  • Beschädigung oder Verlust von Dienstwaffen oder Uniformen (fiskalisches Eigentum)

Welche dieser zusätzlichen Leistungen notwendig und sinnvoll sind, hängt von den Leistungen ab, die in der Amtshaftpflichtversicherung bereits eingeschlossen sind und welcher Bedarf besteht. Wer weder Dienstwaffe noch Uniform oder Dienstwagen hat, benötigt auch keinen Versicherungsschutz dafür.

Eine geeignete Amtshaftpflichtversicherung finden

Bei der Suche nach einer geeigneten Amtshaftpflichtversicherung sind drei Schritte zu beachten:

  1. Ermittlung der individuellen Bedürfnisse und Risiken
  2. Suche nach Angeboten, die auf diese Anforderungen passen und den notwendigen Schutz bieten
  3. Vergleich der unterschiedlichen passenden Angebote in Hinblick auf Kosten, Service, Zusatzoptionen, usw.

Wer Zweifel daran hat, welche Leistungen er benötigt oder welcher Versicherungsschutz angemessen ist, sollte sich unabhängig beraten lassen. In diesen Fällen hilft Ihnen unser Beratungsteam gern und unverbindlich weiter. Bei der Suche nach geeigneten Angeboten empfiehlt sich außerdem die Nutzung eines Vergleichsrechners. Mit ihm lassen sich zahlreiche Angebote ermitteln, die den benötigten Versicherungsschutz bieten. Aus diesen Angeboten kann dann in einem letzten Schritt das Angebot für eine Amtshaftpflichtversicherung ausgewählt werden, das die:

  • besten Konditionen,
  • geringsten Beiträge,
  • Serviceleistungen oder
  • Zusatzleistungen

beinhaltet. Auf diese Weise lässt sich schnell und zuverlässig der beste Versicherungsschutz ermitteln.