Altersvorsorge für Beamte Schatten

Altersvorsorge für Beamte

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Altersvorsorge für Beamte

Wie ist die Altersvorsorge für Beamte geregelt?

Im sogenannten Gesetz über die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes (BeamtVG) ist für Beamte die Altersversorgung im Ruhestand geregelt. Grundsätzlich orientiert sich die Höhe der Pensionsansprüche für Beamte demnach an zwei Faktoren:

  1. Höhe der letzten Besoldungsstufe
  2. Anzahl der Dienstjahre, die in Vollzeit geleistet wurden

Die Mindestdienstzeit, um Pensionsansprüche zu erwerben, beträgt fünf Jahre. Die endgültige Höhe der Pension ergibt sich prozentual aus der letzten Besoldungsstufe. Der Prozentsatz zur Berechnung ergibt sich wiederum aus der Dienstzeit. Mit jedem in Vollzeit geleisteten Dienstjahr erhöht sich der Prozentsatz dabei um knapp 1,8 Prozent. Nach einer Dienstzeit von 40 Jahren kann so ein maximaler Prozentsatz von derzeit 71,75 Prozent erreicht werden.

Bis 2001 betrug der maximale Prozentsatz noch 75 Prozent, wurde dann aber nach und nach reduziert. Unabhängig von der konkreten Höhe der Altersbezüge fallen die Bezüge im Alter immer geringer aus als die gewohnte Besoldung. Dies kann zu einer Reduzierung des Lebensstandards und damit auch zu einem spürbaren Verlust der Lebensqualität führen. Um diese Lücke in der Altersversorgung für Beamte zu schließen, sollte auch diese Personengruppe gezielt vorsorgen.

Für eine solche zusätzliche Altersvorsorge für Beamte bieten sich grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten an, wie für herkömmliche Angestellte und die meisten Selbstständigen auch. Zu den wichtigsten Formen der privaten Altersvorsorge für Beamte bieten sich damit insbesondere an:

  • Riester Rente
  • Basis-/Rürup Rente
  • Private Rentenversicherung

Welche dieser Formen für die Altersvorsorge für Beamte am besten geeignet ist, hängt von den persönlichen Bedürfnissen und verschiedenen individuellen Faktoren ab. Eine pauschale Empfehlung ist daher nicht möglich.

Altersvorsorge für Beamte – Riester Rente

Die Riester Rente ist eine noch relativ junge Form der zusätzlichen Altersvorsorge für Beamte. Es handelt sich dabei um eine staatlich geförderte Form der Vorsorge. Sie wurde insbesondere dazu konzipiert die drohenden Versorgungslücken der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Davon betroffen sind in erster Linie angestellte sozialversicherungspflichtige Angestellte. Während Selbstständigen die Förderung im Rahmen einer Riester Rente verwehrt bleibt, steht Beamten diese Form der Altersvorsorge offen. Auch sie erhalten die staatliche Förderung, die durchaus üppig ausfallen kann:

  • 154 Euro erhalten Beamte als Grundzulage
  • 185 Euro kommen für jedes Kind hinzu, das vor 2008 geboren wurde
  • Sogar 300 Euro werden für jedes Kind gezahlt, das seit dem 01. Januar 2008 geboren wurde

Auf diese Weise kann pro Jahr ein beträchtlicher Förderbetrag zusammenkommen, der in die Altersvorsorge für Beamte fließt.

Um in den Genuss der Zulagen zu kommen, gelten für Versicherungsnehmer einige Bedingungen. Die beiden entscheidenden Bedingungen sind:

  • Die Zahlung eines Sockelbetrages von 60 Euro pro Jahr
  • Die Einzahlung von mindestens 4 Prozent des Bruttovorjahresgehaltes (maximal jedoch 2.100 Euro pro Jahr)

Förderfähig sind bei der Riester Rente als Altersvorsorge für Beamte verschiedene Anlageformen, die von Banken und Versicherungen angeboten werden. Zu unterscheiden sind insbesondere:

  • Banksparpläne
  • Fondssparpläne
  • Private Rentenversicherungen
  • Fondsgebundene Rentenversicherungen

Jede dieser Anlageformen hat ihre besonderen Vor- aber auch Nachteile. Insbesondere in Bezug auf Risiken und Ertragsmöglichkeiten unterscheiden sich die verschiedenen Formen zum Teil erheblich. Welche Form der Riester Rente für eine Altersvorsorge für Beamte am besten geeignet ist, hängt letztendlich vom individuellen Anlageverhalten der Versicherungsnehmer ab. Es empfiehlt sich in jedem Fall, vor einem Vertragsabschluss die Konditionen genau zu prüfen.

Altersvorsorge für Beamte – Rürup Rente

Die zweite wichtige Form der staatlich geförderten Altersvorsorge, die für Beamte geeignet ist, ist die sogenannte Basisrente. Besser bekannt als Rürup Rente. Im Gegensatz zur Riester Rente ist sie an keine besonderen Zugangsbedingungen geknüpft und steht allen Interessenten offen.

Die Rürup Rente funktioniert grundsätzlich etwas anders als eine Riester Rente. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass keine direkten staatlichen Zuschüsse gezahlt werden. Entscheiden sich Beamte für die Altersvorsorge für die Rürup Rente, können sie stattdessen von enormen steuerlichen Vergünstigungen profitieren. Darauf basiert nämlich die Rürup Rente. Bis zu 20.000 Euro können im Rahmen einer Rürup Rente jährlich steuerlich abgesetzt und in einen entsprechenden Vorsorgevertrag eingezahlt werden. Allerdings gilt dieser maximal absetzbare Jahresbeitrag erst ab 2025. Bis dahin wird der absetzbare Beitrag seit 2005 bei 60 Prozent beginnend jährlich um 2 % erhöht. 2014 sind damit maximal 78 Prozent der 20.000 Euro steuerlich absetzbar. Also 15.600 Euro. Bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern werden außerdem die steuerfreien Arbeitgeber- und auch die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Rentenversicherung noch vom maximal absetzbaren Beitrag abgezogen. Für Beamte wird analog ein vergleichbarer Anteil abgezogen.

Trotz dieser Abzüge stellt eine Rürup Rente jedoch eine gute und effektive Möglichkeit für die Altersvorsorge für Beamte dar. Mit ihr lässt sich nämlich gleichzeitig:

  • Ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Absicherung im Alter erreichen
  • Das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast reduzieren

Weitere Vorteile einer Altersvorsorge für Beamte in Form einer Rürup Rente bestehen darin, dass das eingezahlte Vermögen:

  • Pfändungssicher
  • „Hartz-IV-sicher“

Altersvorsorge für Beamte – private Rentenversicherung

Eine weitere wichtige Form der Altersvorsorge, die für Beamte in Betracht kommt, ist eine private Rentenversicherung. Bei dieser klassischen Form der Altersvorsorge werden zwar keine staatlichen Förderungen gewährt. Dafür ist diese Form der Altersvorsorge für Beamte aber sehr flexibel und lässt sich besonders gut an die individuellen Wünsche und Gegebenheiten anpassen.

Vorteile einer privaten Rentenversicherung sind insbesondere:

  • Extrem hohe Flexibilität ohne Mindest- oder Höchstbeiträge
  • Garantierte lebenslange Rentenzahlung
  • Kapitalwahlrecht
  • Günstige Besteuerung während der Auszahlung im Alter

Eine günstige Besteuerung während der Auszahlung im Alter kommt dadurch zustande, dass die Beiträge aus dem bereits versteuerten Einkommen gezahlt werden müssen. Im Ausgleich dafür fällt die Besteuerung während der Auszahlung sehr günstig aus.

Das Kapitalwahlrecht stellt eine weitere Besonderheit dar, die eine private Rentenversicherung zur idealen Altersvorsorge für Beamte machen kann. Dabei handelt es sich nämlich die Option, beim Eintritt in das vereinbarte Rentenalter zwischen einer regelmäßigen lebenslangen Rentenzahlung und einer einmaligen Auszahlung des angesparten Kapitals zu wählen. Viele Versicherungen bieten auch Mischformen, also Teilauszahlungen mit einer anschließenden reduzierten Rentenzahlung an. Ob und in welcher Weise ein Kapitalwahlrecht gewährt wird, hängt vom Angebot des Versicherers ab und wird im Vertrag ausdrücklich festgehalten.

Ein weiterer Vorteil der privaten Rentenversicherung als Altersvorsorge für Beamte besteht darin, dass sich ein Hinterbliebenenschutz für den Todesfall des Versicherungsnehmers recht einfach integrieren lässt. Entsprechende Optionen bieten viele Versicherer an. Ist ein derartiger Schutz nicht vereinbart, fällt das angesparte Vermögen nämlich wie auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung zum Gemeinwohl der Versicherten an die Versicherung.